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Prime Day 2026: Ergebnisse, Trends und worauf du bei den nächsten Deal-Events achten solltest

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Prime Day 2026 liegt jetzt hinter uns. Erste Amazon-Zahlen zeigen, dass die Umsätze in Europa im Vergleich zu 2025 um 2 % zurückgegangen sind, während das Vereinigte Königreich um 3 % zulegen konnte. Insgesamt liegt Europa damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und bleibt stabil, statt das Wachstum des letzten Jahres zu wiederholen.

In den USA verlief die Entwicklung anders. Die Online-Einzelhandelsausgaben während des Events wuchsen um 9,3% gegenüber dem Vorjahr auf 26,4 Milliarden US-Dollar, wobei allein der erste Prime-Day-Tag 8,3 Milliarden US-Dollar generierte und damit zum größten Online-Shopping-Tag des Jahres 2026 in den USA wurde. Die Rabatte blieben dabei ungefähr auf dem Niveau von 2025. Das bedeutet, dass das Wachstum in den USA nicht durch höhere Nachlässe zustande kam, sondern dadurch, dass zum einen mehr Menschen kauften und zum anderen größere Mengen gekauft wurden.

Ein Teil dieses Unterschieds lässt sich auf das Timing im Kalender zurückführen. In den USA überschnitt sich das Amazon-Event mit dem Memorial Day, der FIFA-Weltmeisterschaft, dem Vatertag und dem 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten, also mit einer Reihe von Einkaufsanlässen, die es in Europa in dieser Form und in dieser Größenordnung schlicht nicht gibt.

Das Wetter entschied beim Prime Day 2026 über Gewinner und Verlierer

Eine Hitzewelle in Europa fiel mit dem Prime Day zusammen und beeinflusste, welche Kategorien besonders gut liefen. Ventilatoren, Eismaschinen, Slushie-Maker und Insektenschutz verkauften sich stark, weil Hitzewelle und Prime Day zeitgleich aufeinandertrafen. Sommerliche Küchengeräte zogen die gesamte Küchenkategorie nach oben, obwohl andere Küchenprodukte hinterherhinkten.

In den USA zeigte sich ein ähnliches Muster, allerdings mit anderen Treibern. Elektronik, Haushaltsgeräte, Werkzeuge, Heimwerkerbedarf sowie Haus und Garten führten dort die Verkäufe an. Gleichzeitig stieg der Anteil der gekauften hochpreisigen Produkte im Vergleich zum durchschnittlichen Niveau von 2026 um 19 %, während Käufe von Premium-Elektronik sogar um 51 % zunahmen.

Ein später Verkaufsschub stellte das alte Budgetmodell auf den Kopf

Die meisten Teams planen ihre Budgets für Deal-Events mit einer einfachen Kurve: am ersten Tag stark investieren, in der Mitte reduzieren und zum Schluss noch einmal mit einem kleineren Anstieg rechnen. Die Daten aus den USA bestätigen zumindest die Stärke des ersten Tages: Allein am ersten Tag wurden dort 8,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt, ein Plus von 5,3 % gegenüber dem ersten Tag des letzten Jahres, womit er zugleich der umsatzstärkste Shopping-Tag des Jahres 2026 in den USA war.

Stündliche Daten aus unserem eigenen CATAPULT-Echtzeit-Sales-Reporting zeigen in Europa dieselbe Stärke am ersten Tag, zusätzlich aber noch etwas Deutlicheres: Die Zahl der verkauften Einheiten erreicht ihren stärksten Ausschlag in den letzten zwei bis drei Stunden des vierten Tages und übertrifft damit jeden anderen Zeitpunkt des gesamten Events. Auf den ersten Blick wirkt dieser Peak wie der ideale Zeitpunkt, um das Werbebudget hochzufahren.

Die CPC- und ROAS-Daten erzählen jedoch eine andere Geschichte. Wettbewerber fahren ihre Aktivitäten an Tag zwei und drei oft zurück und sparen ihr Budget für den Auftakt und den Schluss des Events auf. Genau diese Lücke senkt die Kosten pro Klick und treibt den ROAS in der Mitte des Events auf seinen höchsten Wert, also genau dann, wenn alle anderen leiser werden. Auch die Glance Views bestätigen das: In den letzten Stunden des vierten Tages flacht der Traffic auf den Produktdetailseiten bereits ab. Die Käufer stöbern dann nicht mehr, sondern schließen die Käufe ab, die sie im Verlauf des Events bereits vorbereitet haben.

Die wichtigste Erkenntnis daraus: Betrachte den Verkaufsschub in den letzten Stunden als Signal für Entscheidungen, die bereits früher gefallen sind, und setze dein Mediabudget dort ein, wo der Wettbewerb am schwächsten ist, also in den ruhigeren Tagen in der Mitte, statt dem sichtbaren Peak am Ende hinterherzulaufen.

Vermeide die Fehler, die Marken an diesem Prime Day Umsatz gekostet haben

  • Kürzung des Budgets an den mittleren Tagen auf Basis einer Budgetkurve, die nicht mehr zum tatsächlichen Kaufverhalten passt
  • Bewertung der tagesaktuellen Verkaufszahlen, ohne die Verzögerung zwischen Klick und Kauf zu berücksichtigen
  • Vorzeitiges Ausschöpfen des Deal-Budgets, bevor die wertvollsten Stunden erreicht sind
  • Festlegung von Kategorieschwerpunkten anhand der Bestseller aus dem Vorjahr statt anhand von Echtzeit-Nachfragesignalen
  • Zu spätes Aufbauen von Kaufinteresse, erst wenn der Prime Day bereits begonnen hat

Gerade der letzte Punkt wird von Jahr zu Jahr wichtiger. Unser Team hat beobachtet, dass Hautpflege-Marken bereits lange vor Beginn des Prime Days Social Ads geschaltet haben, um Käufer dazu zu bringen, Produkte frühzeitig in ihren Amazon-Warenkorb zu legen. Als das Angebot live ging, war die Kaufentscheidung bereits gefallen, und Amazon musste nur noch den Checkout abwickeln. Kein Sponsored-Products-Budget, kein Bieten gegen Wettbewerber auf dasselbe Keyword.

Starte deine Planung für 2027 mit deinen eigenen stündlichen Daten

Prime Day 2026 ist in den USA stark gewachsen und in Europa weitgehend stabil geblieben. Beide Ergebnisse lassen sich auf das richtige Timing zurückführen. Das Wachstum in den USA profitierte von einem dicht gefüllten Promotionskalender und von Käufern, die verstärkt zu größeren Anschaffungen griffen. Die Entwicklung in Europa wurde dagegen von einem späten, wetterbedingten Schub getragen. In beiden Fällen hat das Event jene Teams belohnt, die das stündliche Verhalten der Käufer analysiert haben, statt einfach dem Vorjahresplan zu folgen.

Dein nächster Schritt sollte sein, deine eigenen stündlichen Sales- und Klickdaten dieses Prime Days auszuwerten und sie mit den oben beschriebenen Kategorie- und Timing-Mustern abzugleichen, bevor die Q4-Planung startet.

Sprich mit unserem Team darüber, wie du deinen Budgetplan für das nächste Deal-Event aufbauen kannst.