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Amazon Prime Day 2026: So bereitest du dich auf das Deal-Event vor

Retail MediaBlog

Der Prime Day 2026 ist nur noch wenige Wochen entfernt, und die Marken, die am erfolgreichsten sein werden, finalisieren ihre Umsetzungspläne schon jetzt.

Deal-Events haben verändert, wie sich Marktanteile auf Amazon verschieben. Prime Day, Big Spring Deals, Black Friday: Das sind Momente, in denen sich der BSR (Best Seller Rank, also Amazons Kennzahl für die Verkaufsgeschwindigkeit im Vergleich zum Wettbewerb) stark verändert und organische Rankings neu verteilt werden.

Beim Prime Day ist ein Rabatt von 20 % im Grunde eine Investition in organische Sichtbarkeit. Hier ist die Rechnung dafür, was passiert, wenn du nichts unternimmst.

Warum es deinem organischen Ranking schadet, wenn du den Prime Day auslässt

  • Kundenabwanderung: Dein Kunde sucht nach deiner Marke, sieht kein Angebot und entdeckt stattdessen das Badge eines Konkurrenten mit 20 % oder mehr Rabatt. In einem preissensiblen Markt bedeutet das einen verlorenen Customer Lifetime Value (CLV), also den gesamten Umsatz, den ein Kunde im Laufe seiner Beziehung zu deiner Marke generiert, und zwar dauerhaft.
  • Die BSR-Abwärtsspirale: Das Verkaufsvolumen deines Konkurrenten explodiert, wodurch sich dessen BSR verbessert und die organische Platzierung im Ranking steigt.
  • Die Steuer nachdem Event: Du rankst nach dem Event schlechter als davor. Diese Position zurückzuerobern, kostet dich beim PPC-Budget das Zwei- bis Dreifache dessen, was du für einen Rabatt ausgegeben hättest.

Am Ende bleiben also zwei Optionen: Entweder du zahlst die Vorabkosten in Form von Rabatten während des Events oder du zahlst den Preis der Erholung durch überhöhte Werbeausgaben danach.

Die erste Option baut Momentum auf, die zweite zwingt dich dazu, verlorenen Boden wieder gutzumachen.

Amazon Prime Day ASIN-Strategie

Die Auswahl der ASINs, also welche Produkte du hervorhebst, ist die Entscheidung mit dem größten Hebel, die du vor dem Event triffst.

Die Profitabilitätsfalle für Vendoren (1P)

Im 1P-Modell (Vendor/Großhandel) finanzierst du die Preisreduzierung von Amazon direkt mit. Ein Rabatt von 20 % bezieht sich auf den Verkaufspreis, nicht auf deine Warenkosten. Berücksichtigt man zusätzlich den Anstieg des aCPC (Average Cost Per Click, also der durchschnittlichen Kosten pro Klick), der große Events immer begleitet, erodiert die Marge sehr schnell. Zu wissen, welche ASINs du offensiv pushen solltest, welche du schützen musst und welche du komplett von der Liste lässt, ist der Unterschied zwischen Marken, die mit dem Event profitabel wachsen, und solchen, die zwar beeindruckenden Umsatz erzielen, am Ende aber Nettoverluste machen.

Neue Produkteinführungen

Deal-Events sind das effizienteste Launch-Vehikel auf Amazon. Wenn du ein neues Produkt über den Prime Day anschiebst, sendet das dem Algorithmus vom ersten Tag an ein klares Signal für hohe Nachfrage und verkürzt auf diese Weise einen Prozess, für den sonst Monate an PPC-Ausgaben nötig wären, um ihn organisch zu erreichen.

Saubere Bestandsstrategie

  • Überbestand: Das Event ist ein legitimer Abverkaufsmechanismus. Ein Rabatt ist günstiger als Amazons langfristige Lagergebühren oder eine erzwungene Rücksendung.
  • Auslaufprodukte: Lass sie weg. Einen Artikel zu rabattieren, den Amazon nicht nachbestellen wird, verschenkt Marge, ohne irgendeinen zusätzlichen Sell-in-Effekt zu erzielen.

Die richtige ASIN-Auswahl vor dem Event entscheidet, ob dein Media-Budget in den folgenden Wochen für dich oder gegen dich arbeitet.

Prime-Day-Umsatzdaten: Marken, die nur für Tag 1 planen, lassen Umsatz liegen

Unsere Analysen über Kundenaccounts mit mehr als 14 Mio. Euro Media-Budget während des Prime Day 2025 zeigen:

  • Tag 1 bleibt mit 35 % des gesamten Event-Umsatzes der umsatzstärkste einzelne Tag.
  • Die übrigen 65 % verteilen sich jedoch nahezu gleichmäßig auf die Tage 2, 3 und 4.
  • Marken, die ihr gesamtes Budget und ihre gesamte Aufmerksamkeit auf Tag 1 konzentrieren, lassen einen erheblichen Teil der Conversions ungenutzt.
  • Der CPC erreicht an Tag 1 seinen Höchststand, während die CVR (Conversion Rate, also der Anteil der Anzeigenklicks, die zu einem Kauf führen) niedriger ist, weil Käufer zunächst stöbern und vergleichen. Ab Tag 2 verbessert sich die CVR, weil FOMO, also die Angst, etwas zu verpassen, die Kaufentscheidung bei den verbleibenden Käufern beschleunigt.
  • Der ROAS (Return on Ad Spend) ist im Jahresvergleich gesunken, da immer mehr Marken um denselben Traffic konkurrieren. Deshalb ist die Budgetverteilung über alle vier Tage hinweg heute wichtiger denn je.

Die strategische Quintessenz: Tag 1 gewinnt das Umsatzrennen. Die Tage 2 bis 4 gewinnen das Effizienzrennen.

Eine vollständige Event-Strategie braucht einen klaren Plan für jede Phase, also einen Messaging-Wechsel ab Tag 2 und einen Retargeting-Schub an den Tagen 3 und 4 für Käufer, die sich Produkte angesehen, aber nicht gekauft haben. Und sie beginnt schon vor Tag 1: Untersuchungen zeigen, dass der Tag vor dem Prime Day mehr Bestellungen generierte als Tag 1 selbst, weil Käufer, die tagelang recherchiert hatten, in dem Moment zugriffen, als die Deals live gingen.

Die Daten zum Prime Day 2025 bestätigen das: Die Klicks in der Vorbereitungsphase vor dem Event lagen um 61 % über dem durchschnittlichen Klickvolumen während des Events selbst. Der offizielle Start ist der Tag der Umsetzung. Entdeckung und Kaufentscheidung finden in den Wochen davor statt. Da der Prime Day nur noch wenige Wochen entfernt ist, schließt sich dieses Zeitfenster schnell.

Prime Day 2026 Master Checklist: kostenlos herunterladen

Der Prime Day belohnt Marken, die Wochen vor dem Start des Events einen vollständigen, phasenbasierten Umsetzungsplan aufgebaut haben. Die Prime Day 2026 Master Checklist deckt jede Phase ab, vom strategischen Fundament bis zur finanziellen Auswertung nach dem Event, einschließlich Content-Optimierung für Amazons KI-Shopping-Assistenten Rufus, Live-Execution-Protokollen, Leitlinien für den Bestand und der Post-Event-Halo-Strategie, die die meisten Marken ungenutzt lassen.