
Ein einheitliches Designsystem mit Adidas entwickeln
Adidas braucht keine Einführung. Als eine der bekanntesten Sport-Brands der Welt verfügt das Unternehmen über eine entsprechend starke digitale Präsenz und ist von Natur aus global und komplex aufgestellt. Vier Jahre lang arbeitete Build in Amsterdam, powered by Front Row, als enger kreativer Partner mit Adidas zusammen. Das Ergebnis war die Entwicklung ihres digitalen Designsystems: eine einheitliche visuelle Sprache, die jeden Bereich ihres digitalen Ökosystems zusammenführt.
Eine Zusammenarbeit, die jedes digitale Team im Unternehmen berührte, ein Orchestrierungsniveau auf höchstem Niveau erforderte und in einem erstklassigen Designsystem mündete, das über alle Touchpoints hinweg skalierbar ist.
Herausforderung
Adidas ist mehr als eine einzelne Brand. Unter dem Dach des Unternehmens befindet sich ein ganzes Spektrum prominenter Sublabels wie Y-3, Stella McCartney, Ivy Park und Pharrell Williams, von denen jedes seine eigene kreative Identität, Zielgruppe und ästhetische DNA mitbringt. Die Herausforderung bestand darin, jedem einzelnen Sublabel genügend Raum zur Entfaltung zu geben und gleichzeitig Adidas als verbindendes Element klar im Hintergrund erkennbar zu halten.
Besonders komplex wurde das dadurch, dass alle Subabels auf derselben Plattform angeboten wurden. Es gab keine klare Trennung. Jede Designentscheidung musste daher gleichzeitig auf zwei Ebenen funktionieren: prägnant genug, um den individuellen Charakter jedes Sublabels zu würdigen, und zugleich konsistent genug, um als gemeinsames Adidas-Ökosystem zu funktionieren. Genau diese Balance im großen Maßstab zu finden, und das über einige der meinungsstärksten kreativen Partner der Welt hinweg, war die eigentliche Herausforderung.
Ziele
Das Ziel war es, Ordnung in diese Komplexität zu bringen, indem ein einziges Designsystem aufgebaut wurde, das als Rückgrat des gesamten digitalen Ökosystems von Adidas dient. Es sollte flexibel genug sein, um jedem Sublabel eine eigene unverwechselbare Identität zu geben, skalierbar genug, um global ausgerollt zu werden, und robust genug, damit die internen Teams von Adidas eigenständig darauf aufbauen können.
Ansatz
Die Lösung war ein Designsystem, das auf drei Leitprinzipien basierte: vollflächige, produktzentrierte Layouts, eine flexible Komponentenbibliothek, die ihren Ton je nach Sub-Brand verändert, und Inhalte, die in klare erzählerische Momente gegliedert sind. Vertraute UX-Muster sorgen dafür, dass das Erlebnis intuitiv bleibt, während die Architektur des Systems seine Skalierbarkeit sicherstellt. Entwickelt wurde es in enger Zusammenarbeit mit dem Engineering-Team von Adidas und über alle digitalen Touchpoints hinweg ausgerollt, von der Mobile App und Social Media über smarte Umkleidekabinen im Store bis hin zum CRM und zu Marktplätzen.
Um das Adidas-Designteam auch lange nach dem Launch zu befähigen, bauten wir ergänzend zum System ein Theming Playbook. Es ist ein praxisnahes Framework, das die Denkweise von visueller Konsistenz hin zu Experience-Kohärenz verschiebt. Content. und Story-getrieben und auf Geschwindigkeit ausgelegt. Ein Tool, mit dem die Teams schneller arbeiten können und dabei dennoch unverkennbar on Brand bleiben.







